COME BURY ME

Schauplatz ist eine baufällige Hütte im Zentrum einer russischen Kleinstadt. Hier hatte sich eine Gruppe von Obdachlosen, aufgewachsen in Waisenhäusern, ein Zuhause am Rande der Gesellschaft geschaffen. Als Krementschouk 2006 zufällig auf die Gruppe stieß, wurde er eingeladen und es gelangen ihm anrührende Beobachtungen: Von Verzweiflung und Sucht auf der einen Seite, von Wärme und Zärtlichkeit auf der anderen.
«Komm mich begraben / Come bury me» – mit diesen Worten hatte sich eine der Frauen im Haus von Krementschouk verabschiedet, als dieser versprach, im nächsten Jahr wiederzukommen. Bei seiner Rückkehr im Winter 2008 fand der Fotograf nur noch eine Brandruine vor und erfuhr von der einzigen Überlebenden der Gruppe, dass das Haus und seine Bewohner einer Brandstiftung zum Opfer gefallen waren. Auf dem Grundstück wird heute gebaut. Dem Andenken an die einzigartigen Bewohner des früheren Hauses ist das vorliegende Buch gewidmet.